Müde

Zur Zeit fühle ich mich immer latent müde und kaputt. Eigentlich schlafe ich viel und meist sogar durch, aber wenn morgens der Wecker klingelt, kommt es mir immer viel zu kurz vor.

Das Wochenende habe ich von der Arbeit aus in Südtirol zum Teambuilding verbracht. Ein echt nettes Wochenende mit viel Spaß, gutem Essen und ähm… viel Alkohol. Unterm Strich war es nicht so erholsam wie erhofft, aber wahrscheinlich war es auch naiv, mir Erholung zu erwarten.

Tja, jetzt kommt erst einmal das lange Wochenende. Vielleicht ein Anfang, um die Reserven wieder etwas zu füllen. Bis zum nächsten Urlaub dauert es nämlich noch.

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Meine Woche als alleinerziehende Mutter 😉

Nachdem mein Mann ja seit Sonntag weg ist, habe ich die Gelegenheit in das Leben als alleinerziehende Mutter reinzuschnuppern.

Wobei, es ist ja bei mir “Alleinerziehend light”, weil ich ja trotzdem nur Teilzeit arbeite und ich mir das wahrscheinlich nicht leisten könnte, wenn ich tatsächlich alleine wäre.

Tja, was soll ich sagen – es ist anstrengend. Ich bin halt 24 Stunden für die Kinder verantwortlich. Natürlich bin ich auch im Alltag tagsüber mit ihnen alleine. Aber irgendwann kommt mein Mann dann halt nach Hause und ich kann dann in Ruhe kochen, die Wäsche machen … ohne dass ich da tausend Mal herausgerissen werde. Mein Mann hilft natürlich auch etwas im Haushalt mit, andererseits macht er auch viel Unordnung, so dass sich dieser Effekt wieder aufhebt.

Er schnappt auch oft die Kinder und geht dann nochmal mit ihnen raus.

Ich bin halt jetzt Nonstopp der einzige Ansprechpartner für sie und das ist anstrengender als man denkt. Ich bin abends echt immer groggy und schlafe im Bett sofort ein.

Manche Sachen sind auch angenehmer, wenn ich alles allein mache. Ich kann mir halt jetzt auch alles so einteilen, wie es mir passt und muss mich mit niemandem absprechen. Es gibt das Essen, was ich will, wir gehen raus wann ich will… Das ist ein kleiner Vorteil, wiegt aber die Nachteile nicht annähernd auf.

Was für mich auch eine Umstellung ist – meistens bringt mein Mann die Kinder ins Bett, ich mache das maximal einmal ein – zwei Mal pro Woche, wenn er halt Mal unterwegs ist. Er macht das auch toll, liest ihnen immer richtig lange vor… Ich chille dann währenddessen schon auf dem Sofa. Er rennt dann auch in ihr Zimmer, wenn sie noch ein paar Mal rufen. Und das mache jetzt natürlich auch ich und meine Ausruhzeit am Abend beginnt dann einfach mal ne halbe Stunde später.

Und morgens ist es auch so ne Sache. Mein Mann steht etwa ne dreiviertel Stunde vor mir auf, wenn die Kinder dann wach werden, gehen sie zu ihm und frühstücken gleich. Und jetzt muss natürlich auch ich aufstehen. Besonders der Kleine muss immer SOFORT essen, wenn er wach wird (da ist er wie mein Mann) und ich hasse es, wenn ich nach dem Aufstehen SOFORT aufstehen und dann gleich was machen muss.

Die Jungs vermissen ihm natürlich auch, besonders morgens und abends. Zum Glück kommt er am Sonntag wieder.

Immer Ärger mit der Oma

Im Laufe der Zeit habe ich es immer wieder geschrieben. Meine Mama macht mich wahnsinnig. Echt.

Wenn ich jetzt plötzlich ins Krankenhaus müsste, mein Mann nicht da wäre, ich würde meine Kinder guten Gewissens zu ihr bringen. Ich wüsste, dass sie dort gut versorgt sind und es ihnen gefiele.

Das ist die eine Seite. Das will ich einfach voraus schicken.

Die andere Seite ist komplizierter. Es fängt damit an, dass sie den Kindern jedes Mal etwas schenkt. Entweder ein kleines Spielzeug, manchmal auch etwas Süßes. Das stört mich einerseits grundsätzlich, andererseits haben die Kinder ihr gegenüber auch schon die Erwartung, dass es etwas gibt und wenn es einmal nicht der Fall ist, werfen sie ihr das vor.

Folgende Szene spielte sich am Geburtstag vom Mini ab.

Er war total aufgedreht, weil Geburtstagsfeier im Kindergarten und erwarteter Gäste zu Hause. Meine Mama war der erste Gast. Obwohl ich sie darum gebeten hatte, ihm nur eine Sache zu schenken, hatte sie natürlich trotzdem mehr dabei – insgesamt fünf Sachen. Sie schenkte ihm u. a. zwei Schleichtiere. Der Mini sah die Tiere und tickte voll aus, weil das die falschen waren.

Ich merkte, dass er einfach voll drüber war von der ganzen Aufregung. Er ging in sein Zimmer, heulend und stocksauer und ließ da seinen Gefühlen freien Lauf.

Meine Mutter wollte ihm nachgehen, ich bat sie, es nicht zu machen, weil ich merkte, dass er einfach mal seine Ruhe braucht.

Meine Mutter hielt mir dann einen Vortrag – das arme Kind, er sei ja so enttäuscht vom Geschenk und müde vom Kiga… Und das ging dann weiter mit Schuldzuweisungen an sich – sie hätte ja das falsche besorgt und mich – ich hätte ja wissen können, dass ihm das zu viel wird mit der Feier im Kiga und dann noch zu Hause. Sie würde jetzt mit dem Mini in den Spielzeugladen fahren und was anderes aussuchen.

Das hab ich ihr natürlichebenfalls untersagt.

Sie laberte ewig weiter und sie sagt da auch echt 1.000x das gleiche und als ich dann mit dem Zwerg abgelenkt war, ging sie doch zum Mini und sagte, dass sie jetzt mit ihm fährt und was anderes aussucht. Ich war dann zwischenzeitlich so angepisst, dass ich sie am liebsten raus geworfen hätte, aber um die Lage nicht weiter zu eskalieren, ließ ich sie mit ihm fahren.

Das ist so ein typisches Beispiel. Sie missachtet mich und untergräbt meine Autorität. Es kotzt mich einfach nur an.

Sowas passiert ständig – letztens wollte der Mini sich nicht anziehen, da versprach sie ihm ein Eis dafür. Geht’s noch? Anziehen ist etwas völlig normales, da muss man nicht belohnt werden.

Oder wenn ich etwas sage, worauf er keine Lust hat, wiederspricht sie mir vor seinen Augen und dann gibt’s natürlich erst recht Ärger mit ihm. Kinder merken da ja sehr schnell, wo es sich lohnt reinzugrätschen.

Inzwischen sind die Kinder kaum noch bei ihr und ich habe auch keine Lust mehr, mit ihr gemeinsam was mit ihnen zu machen, weil ich mich jedes Mal so ärgere und es ständig Streit gibt. Jetzt ist sie beleidigt. Mir tut das ja auch leid, ich mag sie ja, aber sie checkt das einfach nicht, obwohl ich es ihr schon 1.000 Mal gesagt habe.

Sie denkt, als Oma sei es ihr Recht, die Kinder mehr zu verwöhnen.

Für mich heißt das, dass man bei der Oma vielleicht mal mehr Süßigkeiten bekommt oder beim Übernachten länger aufbleiben darf oder von mir aus auch Mal ein kleines Geschenk außer der Reihe bekommt. Und natürlich, dass eine Oma sich beim Besuch ganz viel Zeit zum Spielen nimmt. Aber es heißt nicht, sich in alles einzumischen.

Aber warum nimmt sie sich dann nicht zurück und mischt sich ständig ein?

Sie glaubt ständig, dass sie die Kinder besser versteht. Klar sind die ruhig, wenn sie bei jedem Frust eine Belohnung bekommen, aber mit verstehen hat das nix zu tun. Sie kann es nicht aushalten, dass die Jungs mal traurig, sauer oder frustriert sind.

Wenn sie etwas doof findet, kann sie es mir gerne sagen, aber nicht vor den Kindern.

Strohwitwe

Die kommende Woche werde ich als Strohwitwe verbringen, das finde ich eigentlich ziemlich doof, aber es ist nun einmal nicht zu ändern.

Und deshalb will ich das Beste daraus machen. Also immer her mit den ultimativen Tipps, wie ich die Woche verbringen kann. Empfehlt mir die schnulzigsten Filme, die tränenreichsten Bücher oder das beste Trostessen, das ihr kennt.

Über Erziehung

Ich muss vorab sagen, dass dieser Artikel als Reaktion auf einen Blogbeitrag in einem Mamablog entstanden ist. In diesem ging es sinngemäß darum, dass die Kinder darunter leiden müssen, wenn die Eltern gerade gestresst sind. Die Eltern sind dann vielleicht nicht so geduldig, schicken die Kinder früher ins Bett. Und dafür wurde einem natürlich wieder ein richtig schön schlechtes Gewissen eingeimpft. Und zunächst hat es auch funktioniert, aber dann begann ich mich darüber zu ärgern.

Meine Kinder zu erziehen ist eines der schwierigsten Dinge, die ich jemals tun musste. Oft weiß ich nicht, ob ich mich jetzt richtig verhalten habe. War ich zu streng, zu wenig streng, zu ungeduldig, zu nachgiebig…

Aber wenn man so herumliest kann man es ja eigentlich nur falsch machen. Die Kinder werden zu wenig gefördert, sind zu lange in der Kita, werden mit Husten dort hingeschickt oder man ist gleich ne Helikopter-Mutter. Wie man auch erzieht scheint es falsch zu sein.

Das Wort “Erziehen” mag ich eigentlich nicht. Das klingt so nach “Zucht” und “Ordnung”, nach Strenge und vielen Regeln. Das ist es nicht oder sollte es jedenfalls nicht sein.

Viel hängt davon ab, was man den Kindern vor lebt. Kinder akzeptieren die Welt, wie sie sie vorfinden. Ich gehe davon aus, das Kinder lernen sich zu bedanken, wenn sie das immer bei ihren Eltern sehen.

Ein Kind, das ständig erlebt, dass seine Eltern sich streiten wird auch das normal finden.

Aber wir sind alle nur Menschen, haben Mal schlechte Laune, vergreifen uns im Ton, gucken am Abend lieber TV anstatt ständig zu lesen. Natürlich sollte man gerade im Umgang mit Kindern versuchen, sich möglichst vorbildlich zu benehmen. Aber es gelingt eben nicht immer und ich habe keine Lust auf ein schlechtes Gewissen, weil ich bei Kälte vielleicht keine Lust habe, drei Stunden auf dem Spielplatz zu stehen (obwohl frische Luft ja so gut ist) oder wenn ich vor der Arbeit die Kinder zur Eile anhalte und nicht warte, bis sie ne halbe Stunde lang selbst die Schuhe anziehen.

Es ist ja auch verpönt, die Kinder zu bestrafen.

Ich bin sicherlich kein Freund dragonischer Strafen, aber im Leben gibt es nun Mal Konsequenzen. Wer über die Straße geht ohne zu gucken, wird vielleicht überfahren. Wer ständig gemein zu anderen Kindern ist, wird irgendwann allein dastehen. So ist das Leben. Und wenn sie auch zu Hause in einem gewissen Rahmen auch Konsequenzen erleben, dann ist das für mich nur folgerichtig. Milch absichtlich verschüttet – nun, dann wird das aufgeputzt und es gibt auch keine neue. Dem Bruder eines übergezogen – dann gibt’s halt ne Auszeit auf dem Flur.

Auch wird oft über das wenig kindgerechte in Schulen und Kindergarten gesprochen. Das System. Klar würde ich mir manches anders wünschen – kleinere Klassen, bessere individuelle Förderung. Aber auch so ist das Leben – es wird immer was geben, das man tun muss, obwohl man nicht will oder gerade müde ist. Es wird überall Menschen geben, mit denen man sich arrangieren und klarkommen muss. Es gibt überall gewisse Zeitpläne einzuhalten, überall werden gewisse Erwartungen an einen gestellt. Und ehrlich, das wird doch im Berufsleben nicht einfacher. Ich kann Kinder da doch nicht durch eine Welt ohne Verpflichtungen lotsen, die es in der Realität nicht gibt.

Auch ist offenbar das Schlimmste, wenn man den Kind Mal sagt, dass man gerade keine Zeit hat. Ich nehme mir Zeit für die Jungs, aber auch ich muss mal kochen, putzen oder sonstwas machen und ich finde nicht, dass ich ihnen Schaden zufüge, wenn sie Mal warten müssen. Den Überraschung, auch DAS gehört dazu. Niemand bekommt immer sofort alle Bedürfnisse erfüllt. Jeder muss mal warten oder etwas aushalten.

Förderung ist auch so ein Thema – die Kinder sollen am besten schon von Geburt an gefördert werden mit passender Musik, Pekip und so weiter. Klar gibt es Eltern, die ihre Kinder abstellen und das finde ich schlimm. Aber die meisten Eltern kümmern sich ja und es basiert auch nicht alles auf Förderung. Ich habe zwei Kinder, eines davon liebt Bücher, das andere nicht. Das eine hat vielleicht ständig Lust auf Ballspiele, das andere nicht. Nicht alles, was ein Kind mag und kann beruht auf vorheriger Förderung. Und andersherum ist nicht jede Schwäche das Ergebnis mangelnder Förderung – manche gehen halt erst mit vier allein aufs Klo, manche können einfach früh sprechen oder manche sind grobmotorischer als andere.

Im allgemeinen finde ich nicht, dass man zu wenig mit den Kindern macht oder sich zu wenig Gedanken macht – das Gegenteil ist der Fall. Es wird ja alles hinterfragt, die Kinder haben so viele Bücher zu Hause, dass sie sich gar nicht mehr entscheiden können und wenn man einmal lauter wird, fragt man sich, ob das Kind jetzt ein Trauma davon trägt und später zu Gewalttätigkeit neigen wird. Wenn etwas nicht rund läuft, sucht man den Fehler bei sich.

Ehrlich, das ist doch krank und es ist kein Wunder, dass so viele Eltern sich in ihrer Rolle total überfordert fühlen. All diese heheren Ansprüche zu erfüllen, generiert auch Stress.

Wochenrückblicks Ge-Danken

1. Dass wir nach den Osterferien gut wieder in den Alltag gefunden haben. Das ist nicht so selbstverständlich wie es klingt.

2. Für einen tollen, sonnigen ersten Mai, den wir auf dem örtlichen Markt verbummelt haben.

3. Für den Regen. Mir persönlich ist natürlich Sonne lieber, aber die Natur hatte den Regen wirklich dringend nötig. Und jetzt wächst und schießt alles wunderschön, wie es eben im Mai sein sollte.

4. Dass ich auf dem Bücherflohmarkt ein paar tolle Romane und Hörspiele für die Jungs ergattert habe.

5. Dass wir die ganze Woche vorzüglich gespeist haben. Es gab selbstgefangene Forelle, Spezialitäten vom Griechen, selbstgebackene Pizza…

6. Dass die Erdbeer-Saison endlich wieder eröffnet ist. Nachher werde ich mir gleich welche holen.

7. Für ein kurzweiliges Maifest am Dienstag. Die Kinder haben gespielt, wir konnten uns unterhalten und Radler trinken. Alles perfekt.

8. Dass der Zwerg wieder fit ist, er war zwei Nächte sehr gebeutelt vom Husten. Sonst ging es ihm gut, tagsüber hat er gar nicht gehustet. Aber heute Nacht war es endlich wieder gut.

9. Für alles leckere mit dem der Garten uns gerade täglich versorgt – frische Wachteleier, Salat, Kräuter und die ersten Radieschen. Der Zwerg hatte beim einpflanzen plötzlich die ganzen Samen verstreut, aber die sind jetzt am besten gewachsen. Tja, nen grünen Daumen hat man oder auch nicht.

10. Dass die Kinder heute bis 7.15 Uhr geschlafen haben. Anschließend kamen sie zum Kuscheln ins große Bett und wir standen erst um 8.00 Uhr auf. Mal sehen, wann das wieder passiert.

11. Dass meine Eltern die Jungs heute zu einem Ausflug mitgenommen haben. Mein Mann ist auch unterwegs, ich konnte in Ruhe den Haushalt machen und jetzt chill ich Mal ne Runde.

Wochenrückblicks Ge-Danken

1. Dass es mir wieder gut geht. Nach einer Woche wie der letzten ist mir wieder Mal bewusst, wie viel Gesundheit wert ist und das ohne sie alles nichts ist.

2. Für das unglaublich geniale Wetter und die tolle Zeit, die wir draußen verbracht haben.

3. Dass mein Mann frei hatte. Er hat zwar von zu Hause aus gearbeitet, aber natürlich ist er da viel flexibler als sonst und das erleichtert den Alltag ungemein.

4. Dass wir die Cocktail-Saison auf dem Balkon wieder eröffnet haben.

5. Dass der FCA am Sonntag das unglaublich wichtige Spiel gegen Stuttgart gewonnen hat und die Chancen für eine weitere Saison in der ersten Liga enorm gesteigert hat.

6. Dass mein Mann mich drei Mal abends zum Radeln geschickt hat und während ich weg war die Küche aufgeräumt und die Jungs fertig gemacht hat. Zuerst wollte ich nicht, aber dann tat das so gut.

7. Dass der Zwerg endlich sauber ist und sogar nachts die Windel verweigert – bisher unfallfrei.

8. Dass meine Arbeitswoche so entspannt verlief.

Hose runter

Auch beim Mini war es schon so, dass die erste Phase des “Sauber seins” stressiger ist, als die Windeln vorher.

Zwischen “Ich muss mal“ und wirklich müssen, liegt oft nur ein Hauch von Zeit und gerade im öffentlichen Raum gibt es halt nicht alle fünf Meter eine Toilette.

Heute Nachmittag waren wir im botanischen Garten. Als der Zwerg verkündete, dass er jetzt muss, befanden wir uns gerade maximal weit von der nächsten Toilette weg.

Hektik brach aus, wir sammelten den Mini und unser Zeug ein und als wir uns umdrehten stand der Zwerg mit runtergelassener Hose da. Vor ihm eine Horde kleiner Mädels, die gerade im Blütenarrangement fotografiert werden sollten.

Großes Gekreische und Gekichere von den Mädchen-Mamas. Zum Glück konnten wir ihn noch am Vollzug hindern. Mein Mann packte ihn Huckepack und dann ging es im Galopp zur nächsten Toilette.

Gartentour im April

Nur ein paar Impressionen. Im April explodiert alles.

Jeden Tag entdeckt man irgendwas Neues. Besonders schön sind dieses Jahr die Tulpen.

Auch mein Blumenbeet erwacht zum Leben, scheint als wäre alles durch den Winter gekommen. Überall blüht es.

Unsere Bäume geben auch ihr Bestes. Reichliche Blüte der Magnolie, des Kirsch-, Apfel- und Hirnbaumes.

Auch zum Ernten gibt es reichlich – Kräuter, Salat und Bärlauch.

Anderes wächst gerade noch, wie z. B. Kohlrabi, Erdbeeren, Rettich und Rote Beete.

Erstaunlich

Es ist schon erstaunlich, da hat man zwei Kinder gleichen Geschlechts, die nur 17 Monate auseinander sind und von denen man sagen kann, dass sie ja gleich “erzogen“ werden und doch sind sie so unterschiedlich und haben völlig unterschiedliche Interessen.

Der Mini ist schon sehr anhänglich, braucht einen auch irgendwie und generell ist sehr viel Drama in seinem Leben. Er kommt da wohl nach mir.

Der Zwerg hingegen ist mehr so der Hau-Drauf. Er lässt sich nicht gerne was sagen und macht mehr so sein Ding. Zumindest oberflächlich, denn er reagiert auch sehr sensibel auf äußerliche Umstände. So zum Beispiel letzte Woche, als er mir nicht gut ging. Während der Mini das eher mit jammern quittiert hat, war der Zwerg extra aufgedreht und wollte immer, dass alles wieder normal ist. Er war schon lieb, brachte mir Kühlakkus und streichelte mich, aber es war einfach spürbar, dass er nicht damit klar kam. Er lebt das dann halt völlig anders aus als der Mini.

Auch beim Kuscheln sind sie ganz unterschiedlich – der Mini kuschelt wirklich viel, der Zwerg wirklich nur ab und zu, wenn ihm halt danach ist.

Wenn es dem Mini schlecht geht (krank), dann jammert er ständig und hängt an mir, der Zwerg wird eher sauer. So schrie er zum Beispiel gestern nach einem Hustenanfall: Dieser blöde Husten soll endlich weggehen.

Der Mini interessiert sich eher für geistige Dinge, er liebt Bücher, kennt sich super mit Tieren und Pflanzen aus, spielt andauernd Rollenspiele und der Zwerg ist eher der Praktiker – gibt es etwas herumzuschrauben, legt er dabei großes Geschick und eine unendliche Geduld an den Tag. Er hilft auch immer im Garten mit und wenn er gießen, graben oder säen darf, ist er ewig beschäftigt.

Der Zwerg ist richtig stur und wenn er sich was in den Kopf gesetzt hat, weicht er nicht davon ab. Der Mini ist da eher für Argumente zugänglich.

Tja, als Mutter liebe ich natürlich beide und bestärke sie in ihren jeweiligen Interessen, versuche aber auch, auf ihren jeweiligen Charakter etwas ausgleichend zu wirken. So sorge ich zum Beispiel beim verkopften Mini dafür, dass er durch körperliche Betätigung an Selbstvertrauen gewinnt und eine Möglichkeit hat, Entspannung zu finden. Beim Zwerg hingegen biete ich oft gezielt etwas Ruhiges an, damit er sich etwas zurück nimmt und Ruhe und Besonnenheit lernt.

Im Umgang mit ihren habe ich bei beiden Themen, die mich stressen. Wenn der Mini sich in was reinsteigert, hab ich schon manchmal das Gefühl, dass ich es jetzt echt nicht mehr hören kann und wenn der Zwerg mal wieder mit dem Kopf durch die Wand will, brauche ich auch vieel Geduld.

Aber alles in allem bin ich zufrieden – sie sind beide empathisch, gehen offen auf andere Menschen zu, sie sind an vielem interessiert und man kann sie überall mit hin nehmen, weil sie eben wissen, wie man sich im Restaurant oder beim Einkaufen etc. benimmt.